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Alkoholabhängigkeit

  • steffenduerr
  • 25. Juni 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Hallo ihr lieben, diese Woche habe ich mich mal mit dem Thema Alkoholabhängigkeit beschäftigt. Dazu hab ich mir schon diverse Fragen gestellt, zum Beispiel ab wann wird überhaupt von einer Alkoholabhängigkeit gesprochen und wann von einem schädlichen Gebrauch von Alkohol. Dazu habe ich mich natürlich wieder mit dem "wunderschönen" ICD 10 beschäftigt. Wer es nicht kennt, mit dem ICD 10 werden Diagnosen definiert.


Grundsätzlich leben 1,8 Millionen Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit. Das klingt im Vergleich zu Deutschland mit knapp 83 Millionen Einwohner relativ wenig, wenn diese Zahl jedoch mit meiner Heimatstadt Potsdam verglichen wird, die mit 178.000 Einwohner deutlich unter dieser Zahl liegt. Dann klingt es schon wieder sehr viel, halt alles eine Sache der Auslegung ;-)


Aber wann wird jetzt von einer Abhängigkeit gesprochen? Da gibt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen klar an, dass ein Alkoholkonsum bei Männern von 24g reinem Alkohol und bei Frauen 12 g reinen Alkohol an mindestens 5 Tagen in der Woche vorliegt. Ich persönlich empfinde ja 24 g klingt erstmal sehr viel. Allerdings ist es nur so dass allein ein normales 0,5 Liter Bier schon ca. 20 g reinen Alkohol enthält. Das bedeutet also nach Adam Riese bei einem klassischen Feierabendbierchen, was ja viele regelmäßig trinken, sprich jeden Tag ist man laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen bereits Alkoholabhängig.


Ein schädlicher Gebrauch von Alkohol liegt vor, wenn die tägliche Trinkmenge in der Regel über 60g reinem Alkohol bei Männern und 40g Alkohol bei Frauen liegt. Die Diagnose erfordert eine tatsächliche Schädigung der psychischen oder physischen Gesundheit des Konsumenten.


60g reinen Alkohol, also in etwa 3 Bier am Tag, das ist für viele, glaube ich, echt völlig "normal". Tatsächlich muss ich ja sagen dass rein subjektiv gesehen kommen in die psychiatrische Notaufnahme deutlich mehr Menschen mit Alkoholproblemen als welche die sich in einer psychische Krise befinden. Wie gesagt so ist mein persönliches subjektives Empfinden.


Was ich allerdings auch ganz oft erlebe und was ich echt bedauere ist, dass viele Menschen ein Problem damit haben auf Alkohol zu verzichten, jedoch ist die Scham darüber zu sprechen so groß, dass dies immens Druck ausübt. Daraufhin greifen viele noch schneller zur Flasche um die Scham zu unterdrücken. Ich kann nur jeden Menschen der Probleme damit hat auf Alkohol zu verzichten und Hilfe sucht empfehlen sich eine Person zu suchen, die nicht selbst ein Alkoholproblem hat und sich dieser anzuvertrauen. Idealerweise bevor zum Alkohol gegriffen wird. Ich finde es zeigt wahre Stärke wenn ein Mensch es schafft sich Hilfe zu suchen bevor er zum Alkohol greift und nicht wenn er stark alkoholisiert ist.


So dass war es diese Woche zum Thema Alkoholabhängigkeit, der nächste Post wird erst in ungefähr 2 Wochen kommen da ich erstmal in den Urlaub fahre.




 
 
 

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